Allgemeines und Anmerkung zu meinem Datenbestand

Am Anfang meiner Forschung über den Familiennamen Schlotfeldt hatte ich nicht gedacht, daß dieser Name doch so weit verbreitet ist. Man findet Familienmitglieder hauptsächlich in Schleswig Holstein, aber auch auf der ganzen Welt (USA, Südamerika, Südafrika, England, Australien, Dänemark usw.). Der Name variierte in vielen Schreibweisen: Schlotfeldt, Schlottfeld(t), Schlootfel(d)t, Sloetvelt. Ich habe in meiner Datenbank eine einheitliche Form mit der Variante Schlotfeldt gewählt, obwohl sie in den einzelnen Quellen unterschiedlich genannt werden. Es hat sich herausgestellt, daß eine Suche nach Personen so einfacher war, bzw. eine Verschmelzung von doppelt erfassten Personen so leichter erfolgen konnte.

Der Name Schlotfeldt (damals noch in der Schreibweise Sloetvelt) konnte nunmehr bis zum Jahr 1480 zurückverfolgt werden. Unserer Spitzenahn Marquardt Sloetfeld wurde in den Steuerlisten seines Gutsherrn Pogwisch als Vollhufner in Dudendorf Ksp. Brügge erwähnt. Man geht davon aus, daß auch er, wie so viele Edelleute, in der Schlacht um Dithmarschen am 17.02.1500 in Hemmingstedt ums Leben kam. Seine Hufe übernahm 1500 sein Sohn Hinrich(?), ab Ende 1530 wird Marquardt Sloetfelds Enkel Marquard(?) der Vollhufe vorgestanden haben. Er hat den Verkauf des Gutes Bissee von Otto Pogwisch mit den Dörfern Dudendorf, Klein Buchwald, Dosenbek und Sieke am 10.11.1538 an den königlichen Rat und Hofmeister Ritter Johan Rantzau miterlebt. Dessen Sohn Hinrich Sloetveldt wird in der Urkunde vom 06.01.1554 mit 3 Mark 10 p.a. für eine Vollhufe in Dudenhofen Ksp. Brügge veranlagt. Und dann übernimmt sein Sohn Jochim 1582 eine Vollhufe in Groß Flintbek. Ab dieser Zeit lebte und wirkte ein großer Teil der Familie in Groß- und Kleinflintbek. Diese Daten stammen aus den Kirchenrechnungsbücher der entsprechenden Orte.

Woher die Familie Schlotfeldt vor 1480 kam ist reine Spekulation. Es liegt die Vermutung nahe, daß sie ursprünglich aus dem Ort Schlotfeld in der Nähe von Itzehoe stammen könnte. (Siehe auch Amt Itzehoe Land Landgemeinde Schlotfeld). Ich kann mir vorstellen, daß Bewohner des Ortes Schlotfeldt mit Landversprechungen (eventuell der von Rantzaus) in die Nähe von Flintbek gelockt wurden. Dort wurden die "Neusiedler" mit dem "neuen" Nachnamen Schlotfeld(t), also die aus dem Ort Schlotfeld stammenden, genannt.

Leider können wir uns nicht auf die 100% Richtigkeit der Familienzusammenhänge verlassen. Dieses kann man erst mit Einführung der Kirchenbücher (Tauf-, Trau- und Sterberegister) annähernd erreichen. Durch die vielen Namensgleichheiten wie z. B. dem Namen Jochim, der in einem Zeitraum von 5 Jahren in mehreren Orten gleichzeitig vorkommt, kann es bei nachfolgenden Hochzeiten zu Verwechslungen kommen. Dies ist besonders in der Anfangszeit der Einführung der Kirchenbücher der Fall. Die Qualität der Einträge der Pastoren variierte stark, besonders die Sterbeeinträge ( "der alte Schlotfeldt stirbt") machen eine Zusteuerung teilweise unmöglichen.

Bei meiner Forschung fand ich auch im Internet immer wieder diverse Ahnenlisten zur Familie Schlotfeldt. Ich möchte nicht behaupten, daß meine Familienzusammenhänge immer richtig sind, doch ich merkte häufig eine einseitig Darstellung der Ahnen. Damit will ich ausdrücken, daß sich die Forschungsergebnisse meistens nur auf einen Ort bezogen. Bei dem häufigen Vorkommen des Namens Schlotfeldt in den Gebieten rund um Kiel, Bordesholm, Neumünster und Nortorf müssen alle Kirchenbücher systematisch ausgewertet werden. Schon bei einer Erfassung der Taufpaten ergeben sich dadurch erstaunliche Zusammenhänge. Auch wunderte ich mich häufig über in vielen Listen übereinstimmende Sterbedaten in den Anfangsjahren der Kirchenbücher. Bei Durchsicht der entsprechenden Kirchenbücher konnte man beim besten Willen keine klare Zuordnung zu diesen Personen fnden.

Auch in Nortorf, Langwedel, Sören, Großharrie befinden sich Familienverbände die noch zu dem Spitzenahn Marquardt zugeordnet werden müssen. Dies wird durch die nicht Existenz der Kirchenbücher wohl unmöglich sein. Hält man sich an die in Schleswig Holstein gängige Namensvererbung für männliche Kinder (1. Kind erhält den Namen des Großvaters väterlicherseits, 2. Kind den des Großvaters mütterlicherseits und 3. Kind den Namen des Vaters), dann läßt sich eine Verknüpfung konstruieren.

Folgende Quellen habe ich für diese Datenbank ausgewertet: Kirchenbücher von den Kirchspielen Kirchbarkau, Flintbek, Brügge, Nortorf, Neumünster, Kiel und die Kirchenbücher diverser Kirchen aus Dänemark (Arkivalieronline). Ferner sind mit eingearbeitet: Die im Internet erfassten Volkszählungslisten aus Schleswig Holstein des AKVZ und Dansk Demografisk Database, die Auflistung der Höfe und Hufen der Orte Flintbek, Groß Harrie und Sören von Claus Reese aus Reesdorf, "Meimersdorf: Die Geschlechterfolge auf den Hufen" von Walter Mordhorst aus dem Jahr 1989, Auswandererlisten nach Süd Afrika und in die USA und auch die dortige Volkszählungen über ancestry.de, Kirchenrechnungsbücher von Dudendorf und Flintbek, Adressbücher, Melderegister der Stadt Hamburg und Altona und diverse Internetquellen.

Viele Quellen habe ich verarbeitet, muß aber immer wieder feststellen, daß sich immer noch diverse "Baustellen" in der Datenbank befinden. Ich würde mich freuen, wenn ich durch diesen Internetauftritt Kontakt zu Familienmitgliedern finden könnte, die mir Daten zur Verfügung stellen würden.

Auf diesem Weg möchte ich mich bei allen Personen bedanken, die mir bei meiner Suche nach Schlotfeldt Ahnen behilflich gewesen sind. Ein besonderer Dank gilt Frau Fey aus dem Kirchenarchiv Neumünster, Frau Kaak aus dem Kirchenarchiv Kiel und Herrn Voß aus dem Kirchenarchiv Rendsburg, die mir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben!

Ihre/Eure Corinna Tomforde, Hamburg im September 2010


Familienwappen

Es existiert ein Familienwappen, welches von Dr. med. vet. Hans Jürgen Ulrich Schlotfeldt, Veterinärarzt in Santiago de Chile, für sich und zugunsten der übrigen Nachkommen im Mannesstamm seines Stammvaters Hinrich Schlotfeldt angefertigt hat. Es wurde am 29.05.1968 in die Wappenrolle unter Nr. 621/68 eingetragen. Eine Kopie dieses Wappens hängt im Gasthof Pfefferberg in Schönhorst.

Wappen Wappen

Hier zwei unterschiedliche Darstellungen des Wappens

Wer hat auch noch den Familienname Schlotfeldt in seiner Ahnenliste und würde mir die Daten zur Verfügung stellen? Ich werde versuchen, einen Zusammenschluß zu finden. Bitte schicken Sie mir die Daten, wenn möglich im Gedcom-Format an meine E-Mail Adresse.

Kontakt


Gern gebe ich Auskunft aus meinem Datenbestand! Starten Sie eine Anfrage über unten stehendes Formular. Ich melde mich dann schnellstmöglich bei Ihnen. Arbeiten wir gemeinsam an der Erstellung eines großen Stammbaumes der Familie Schlotfeldt!

Schlotfeldt Anfrage:
Ihr Name:
Ihre E-Mail Adresse:
Name des/der Gesuchten:
Geburtsdatum:
Geburts- oder Wohnort:
Ist ein Partner bekannt?
Sind Kinder bekannt?
Kommentar:
    


Am 07. Oktober 2007 fand in Schönhorst das erste Schlotfeldt-Familientreffen statt. Fotos und einen Bericht finden Sie auf der Seite Familientreffen



Haben Sie noch alte oder neue Fotos der Schlotfeldt Ahnen, gibt es Ahnenfotos auf denen Sie die einzelnen Personen nicht zuordnen könnt? Vielleicht können wir gemeinsam die Personen identifizieren. Schicken Sie mir Ihre Fotos bitte im JPG-Format an meine Mailadresse. Ich werde sie auf der Seite Ahnengalerie veröffentlichen. Vielleicht entdecken wir sogar Familienähnlichkeiten.